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Gehörschutz – Mehr als nur ein Zubehör

Lärm schädigt die Ohren dauerhaft. Und um den Lärm kommen Sie beim Arbeiten mit Kappsägen nicht drum rum. Abhilfe bei dem Problem schafft hier ein passender Gehörschutz, um Ihre Ohren wirksam vor dauerhaften Schäden zu schützen.Denn bleibende Hörschäden können bereits bei einer längeren Beschallung von über 85 dB auftreten. Zusätzlich senkt starker Lärm die Konzentration, diese sollten Sie aber bei Sägearbeiten stets aufrecht erhalten.

 

Der SNR-Wert beim Gehörschutz

Der SNR-Wert (Single Number Rating) bedeutet “einfacher Dämmwert”, und sagt aus, um wie viel Dezibel die Umgebungslautstärke durch Tragen des Gehörschutzes reduziert wird. Je höher also der SNR-Wert, umso höher ist die Geräuschdämpfung. Für Arbeiten mit Kappsägen empfiehlt sich ein Gehörschutz, der möglichst hochfrequente Geräusche gut filtern kann.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft – auf die Größe kommt es an

Zunächst ist es wichtig, dass der Gehörschutz passgenau in Ihrem Ohr sitzt. Die klassischen Ohrstöpsel bestehen in der Regel aus Schaumstoff und können so in nahezu jetedem Ohr verwendet werden. Entscheiden Sie sich für einen Gehörschutz-Kopfhörer, auch als Kapsel-Gehörschutz bezeichnet, so achten Sie auf die richtige Größe. Der Kopfhörer muss fest auf Ihren Ohren sitzen, darf nicht wackeln oder verrutschen. Achten Sie auch darauf, dass der Kopfhörer nicht zu stark drückt. Dies könnte bei einer längeren Tragedauer zu Kopfschmerzen führen. Gerade bei Gehörschutz-Kopfhörern für Kinder ist die richtige Passform wichtig.

SNR- und Dämmwert – auf diese Angaben sollten Sie achten

Auf der Verpackung oder im Datenblatt zu einem Gehörschutz finden Sie Angaben über die Dämpfungswirkung des Produktes. Der SNR-Wert sagt aus, um wie viele Dezibel die Umgebungslautstärke beim Tragen des Gehörschutzes reduziert wird. Hier gilt: je mehr, desto besser.

Einige Hersteller geben im Datenblatt den Dämmwert des Gehörschutzes an. Dieser gibt Ihnen Aufschluss darüber, welcher Frequenzbereich in welchem Maße gedämmt wird. Für Arbeiten mit Sägen und Maschinen benötigen Sie einen Gehörschutz, der hochfrequente Geräusche filtert. Musiker benötigen eher Produkte mit einer niedrigen Frequenzdämmung.

Ein Gehörschutz ist vor allem bei lauten Umgebungsgeräuschen empfehlenswert. Insbesondere im Beruf ist ein Gehörschutz ab einer Lärmbelastung von 85 Dezibel sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Aber auch im privaten Bereich macht es vielfach Sinn, einen Gehörschutz zu nutzen. Vor allem bei Gartenarbeiten mit Kettensägen, Laubsaugern, Rasenmäher oder Hochdruckreiniger ist der Gehörschutz sinnvoll.

Heute möchten wir Ihnen zeigen, welche Arten von Gehörschutz es überhaupt gibt und was man beim Kauf eines solchen Schutzes beachten sollte.

Gehörschutz – drei grundlegende Arten am Markt

Den Gehörschutz gibt es in drei grundlegenden Varianten. Das sind die klassischen Ohrstöpsel, der Kapselgehörschutz und die Otoplastiken. Die Ohrstöpsel sind die wahrscheinlich bekannteste Art für den Gehörschutz. Sie werden oft über Nacht verwendet, um ungestört schlafen zu können. Auch Schichtarbeiter setzen auf die Ohrstöpsel, wenn sie tagsüber schlafen müssen, um nachts zu arbeiten.

Der Kapselgehörschutz ähnelt vom Aussehen her einem klassischen Kopfhörer. Vor allem bei hohen Lärmbelastungen ist er empfehlenswert. Die Schale besteht aus Hartkunststoff und ist mit einem schalldämmenden, polsternden Schaumstoff an den Berührungsstellen ausgestattet. Moderne Modelle können den Gehörschutz dem Lärmpegel anpassen. Dafür sind sie häufig mit einem Mikrofon ausgestattet, welches die Umgebungsgeräusche aufzeichnet und deren Intensität misst.

Die Otoplastiken sind eine Sonderform des Gehörschutzes, die vom Hörgeräteakustiker speziell an die einzelne Person angepasst werden. Dafür muss ein Abdruck vom äußeren Gehörgang und einem Teil der Ohrmuscheln genommen werden. Anhand dieses Abdrucks wird ein Maßohrstück angefertigt, das aus Acryl, Silikon oder Fotoplast besteht. Dieser Schutz passt sich ideal ans Ohr an und kann bei Bedarf mit akustischen Filtern versehen werden. Allerdings ist der Preis recht hoch, sodass die Otoplastiken in der Praxis nur wenig verbreitet sind.

Worauf sollte man beim Kauf des Gehörschutzes achten?

Wer sich für den Kauf eines Gehörschutzes interessiert, sollte einige Punkte beachten. Sicher spielt der Preis eine wichtige Rolle. Da dieser aber selbst beim Kapselgehörschutz kaum die 30 Euro überschreitet, sollte er nicht das maßgebliche Kriterium darstellen. Entscheidender ist ein guter Sitz auf dem Ohr. Beim Kapselgehörschutz, der bei Arbeiten mit Laubsauger, Kettensäge und Co. oft eingesetzt wird, muss die Größe berücksichtigt werden. Er bietet nur dann einen wirklichen Gehörschutz, wenn er fest auf den Ohren sitzt, nicht wackelt oder verrutscht. Dennoch darf sich kein zu starkes Druckgefühl beim Tragen entwickeln, da dies vor allem bei längerem Tragen zu Kopfschmerzen führen kann.

Ebenfalls sollte das Material beim Kauf berücksichtigt werden. Je nach Material ergeben sich nicht nur unterschiedliche Geräuschdämmungen, sondern wird auch der Tragekomfort davon beeinflusst. Bei Ohrstöpseln aus Kunststoff wird eine gute Dämpfungswirkung geboten, sie lassen sich bequem tragen, allerdings bedarf es für das Einführen etwas Übung. Anders bei Ohrstöpseln aus Wachs. Diese lassen sich mit den Fingern formen und der eigenen Ohrform anpassen. Ohrstöpsel aus Silikon lassen sich ebenfalls angenehm tragen und gelten als langlebig, sodass sie mehrfach verwendet werden können.

Der SNR-Wert beim Gehörschutz

Angegeben wird beim Gehörschutz außerdem der SNR-Wert. Dieser sagt aus, um wie viel Dezibel die Umgebungslautstärke durch Tragen des Gehörschutzes reduziert wird. Als Faustregel gilt: Je höher der SNR-Wert, desto höher die Geräuschdämpfung.

Zusätzlich finden sich oft Angaben zum Dämmwert. Dieser gibt an, welche Frequenzbereiche wie stark gedämpft werden. Für Arbeiten mit Maschinen, Kettensägen und Co. empfiehlt sich ein Gehörschutz, der möglichst hochfrequente Geräusche gut filtern kann.

SNR ist ein Single Number Rating oder einfach ein Zahlenbewertungssystem nach ISO Norm 4869

SNR ist ein Single Number Rating oder einfach ein Zahlenbewertungssystem nach ISO Norm 4869. Die Ohrstöpsel werden in unabhängigen Laboratorien getestet, um den SNR-Wert der Ohrstöpsel zu bestimmen. Mithilfe des SNR-Wertes kann der Dämpfungswert verschiedener Gehörschützer verglichen werden. Zur Bestimmung des Schalldruckpegels an Ihrem Ohr ziehen Sie den SNR-Wert von dem durchschnittlich gemessenen Lärmpegel ab. Ein Beispiel:

  • In der Diskothek beträgt der Lärmpegel der Musik durchschnittlich 99 dB.
  • Sie tragen einen Alpine PartyPlug mit einem SNR-Wert von 19.
  • Dann ist die Schallbelastung an Ihrem Ohr durchschnittlich 99 – 19, also etwa 80 dB.

Je höher der SNR-Wert, desto größer die Dämpfung durch die Ohrstöpsel. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der SNR-Wert ein undifferenzierter Durchschnittswert ist. Ein Ohrstöpsel dämpft nämlich niedrige Töne anders als hohe Töne. Um das herauszufinden, können Sie mit Hilfe der HML-Werte die jeweilige Schalldämpfung in den Frequenzbereichen vergleichen.
H: High/hohe Frequenzen zwischen 2000 und 8000 Hz
M: Medium/mittelhohe Frequenzen zwischen 1000 und 2000 Hz
L: Low/niedrige Frequenzen zwischen 63 und 1000 Hz

Für die PartyPlug Ohrstöpsel gelten folgende Werte:
H=19
M=17
L=12

Wenn wir uns die Dämpfungstabelle der PartyPlug Ohrstöpsel ansehen, ergibt sich folgendes Bild: Hier können Sie genau sehen, wie stark die Dämpfung durch die Ohrstöpsel bei welcher Frequenz ist.

Hz 63 125 250 500 1000 2000 4000 8000
dB 8,8 10,3 13,2 16,6 20,6 25,4 25,2 19,2

 

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